Die Höhe der Bauzin­sen spielt eine wich­tige Rolle für Bau- und Kauf­in­ter­es­sen­ten. Egal, ob Sie ein Hypo­the­ken­dar­le­hen für Ihr neues Eigen­heim, eine vermie­tete Immo­bi­lie als Kapi­tal­an­lage oder eine Anschluss­fi­nan­zie­rung benö­ti­gen – gut verhan­delte Bauzin­sen können über die Jahre hinweg Tausende Euro einsparen.

In diesem Zusam­men­hang ist es von großer Bedeu­tung, dass Kauf­in­ter­es­sen­ten einen umfas­sen­den Zins­ver­gleich durch­füh­ren. Die Unter­schiede zwischen verschie­de­nen Banken können erheb­lich sein. In der
Praxis haben wir beob­ach­tet, dass es für dasselbe Finan­zie­rungs­vor­ha­ben Zins­un­ter­schiede von etwa 0,5 Prozent­punk­ten geben kann.

Als unab­hän­gi­ger Finanz­mak­ler mit Zugriffs­mög­lich­keit auf rund 600 Finanz­in­sti­tute in ganz Deutsch­land können wir solche Unter­schiede trans­pa­rent machen und gewähr­leis­ten Ihnen eine indi­vi­du­elle Best-Zins-Prüfung.

Nach dem spür­ba­ren Anstieg der Bauzin­sen insbe­son­dere im letzten Jahr schei­nen sie sich derzeit bei rund 4 % stabi­li­siert zu haben. Dies geschieht vor dem Hinter­grund einer rück­läu­fi­gen Infla­tion und tenden­zi­ell nied­ri­ge­ren Ener­gie­prei­sen. Ob der Höchst­stand der Zinsen bereits erreicht wurde, ist schwer vorher­zu­sa­gen. Es ist wahr­schein­li­cher, dass wir uns mittel­fris­tig in einem Seit­wärts­kor­ri­dor bewegen. Trotz einer leich­ten Rück­gangs­ten­denz der Infla­tion bleibt die Kern­in­fla­tion vergleichs­weise hoch.

Einige Exper­ten erwar­ten jedoch bereits für das Jahr 2024 fallende Zinsen. Dafür spricht auch, dass Banken derzeit für eine 5-jährige Zins­bin­dung einen höheren Zins­satz veran­schla­gen als für 10 Jahre. Wenn Sie lang­fris­tig über ausrei­chende Liqui­di­tät verfü­gen, kann es sinn­voll sein, Hypo­the­ken­dar­le­hen aufzu­tei­len und verschie­dene Zins­bin­dungs­zei­ten zu wählen.

Der Zins­satz für Ihre Baufi­nan­zie­rung hängt vor allem vom allge­mei­nen Zins­ni­veau ab. Die Leit­zin­sen der Euro­päi­schen Zentral­bank (EZB) sind ein wich­ti­ger Ausgangs­punkt für die Höhe der Hypo­the­ken­zin­sen. Die Entwick­lung der Bauzin­sen hängt vor allem von der Zins­po­li­tik der EZB ab. Wenn der Leit­zins steigt oder fällt, beein­flusst das auch die Hypothekenzinsen.

Ein Blick auf die lang­fris­tige Zins­ent­wick­lung verdeut­licht, dass die Bauzin­sen zwar in den letzten 18 Monaten spürbar ange­stie­gen, im histo­ri­schen Kontext jedoch immer noch vergleichs­weise niedrig sind. In den 1970er- und frühen 80er-Jahren erreich­ten die Bauzin­sen zeit­weise Werte von etwa 10 %.

Die aktu­el­len Bauzin­sen für eine Stan­dard­fi­nan­zie­rung (Kredit­summe ist 60 % des Immo­bi­li­en­werts, 10 Jahre Zins­bin­dung) liegen zwischen 3,75 und 4,25 %.

Neben den Hypo­the­ken­zin­sen spielt auch die Preis­ent­wick­lung von Immo­bi­lien eine bedeu­tende Rolle. Im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich tenden­zi­ell stagnie­rende oder fallende Verkaufs­preise, je nach Lage und ener­ge­ti­schem Zustand der Immo­bi­lie. In Spit­zen­la­gen und bei Luxus­ob­jek­ten halten sich die Preise jedoch nach wie vor stabil. Beach­ten sollte man bei dieser Entwick­lung die seit 2022 kumu­lierte Infla­tion von rund 15 %! Positiv ist anzu­mer­ken, dass erst­klas­sige Objekte auf dem Markt verfüg­bar sind, die in den vergan­ge­nen Jahren aufgrund hoher Nach­frage schnell verkauft wurden.

Auf mitt­lere bis lange Sicht ist eine Inves­ti­tion in Immo­bi­lien unaus­weich­lich, insbe­son­dere als Schutz gegen die hohe Infla­tion. Derzeit befin­den wir uns auf einem Käufer­markt, da die Nach­frage nach Immo­bi­lien rück­läu­fig ist und das Angebot steigt. Daher ist es sinn­voll, den Kauf­preis zu verhan­deln. Es gibt bereits jetzt attrak­tive Einstiegs­preise mit erheb­li­chem Wert­stei­ge­rungs­po­ten­zial auf dem Markt.

Zu beden­ken ist, dass die Banken die erfor­der­li­chen Eigen­ka­pi­tal­quo­ten erhöht haben, aus denen auch die Erwerbs­ne­ben­kos­ten gedeckt werden müssen. Selbst wenn Sie erst in den kommen­den Jahren Ihren Traum von einer eigenen Immo­bi­lie verwirk­li­chen möchten, ist es heute schon entschei­dend, dafür ein finan­zi­el­les Polster aufzu­bauen, z. B. durch einen ETF-Sparplan.

Ein weite­res Instru­ment zur Absi­che­rung güns­ti­ger Zinsen ist der Abschluss eines Bauspar­ver­tra­ges. Hierbei können Sie bereits jetzt von nied­ri­gen Darle­hens­zin­sen ab 0,45 % p. a. profi­tie­ren. Dieses Darle­hen kann auch dazu verwen­det werden, Rest­schul­den bei anderen Banken am Ende der Zins­bin­dungs­zeit abzulösen.

Hier sind einige hilf­rei­che Tipps
  • Verhan­deln Sie den Kaufpreis.
  • Holen Sie sich ein Best-Zins-Angebot von unseren Finan­zie­rungs­be­ra­tern ein.
  • Nutzen Sie Zins­si­che­rungs­in­stru­mente zur Ablö­sung von Rest­schul­den über Bausparverträge.
  • Bauen Sie recht­zei­tig Eigen­ka­pi­tal auf, um die Rest­schuld am Ende der Zins­bin­dung zu redu­zie­ren, mögli­cher­weise durch einen Tilgungssatzwechsel.
  • Profi­tie­ren Sie von unserem umfas­sen­den 360° Immo­bi­lien und Finan­zie­rungs­ser­vice, auch wenn Sie Ihre Immo­bi­lie veräu­ßern möchten.


Unsere Exper­ten stehen Ihnen gerne zur Verfü­gung, um Sie bei der Opti­mie­rung oder Neuge­stal­tung Ihrer Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung anhand unserer Markt­ver­glei­che indi­vi­du­ell zu beraten.