Das neue Jahr bringt einmal mehr wich­tige gesetz­liche und steu­er­liche Ände­rungen mit sich, die sich auf die Themen­be­reiche Versi­che­rung, Vorsorge und Finanzen auswirken. Hieraus können inter­es­sante Hand­lungs­emp­feh­lungen entspre­chend der indi­vi­du­ellen Situa­tion abge­leitet werden, zu denen wir Sie im Einzel­fall gerne persön­lich ausführ­li­cher beraten. Spre­chen Sie uns zu den Hinter­gründen und Auswir­kungen der Neue­rungen gerne an.

Fort­fall des Soli: Es bleibt mehr Netto vom Brutto

Zum 01.01.2021 entfällt für 9 von 10 Steu­er­zah­lern der Soli­da­ri­täts­zu­schlag ganz oder teil­weise. Das sorgt insbe­son­dere bei klei­neren und mitt­leren Einkommen für mehr Netto vom Brutto. Je nach Einkommen und Fami­li­en­stand beträgt die Steu­er­ent­las­tung bis über 1.800 € pro Jahr. Geht man bspw. von einem durch­schnitt­li­chen Brut­to­ar­beits­lohn von etwa 3.770 € pro Monat aus, zahlt ein allein­ste­hender Single knapp 410 € weniger Steuern.

Unser Tipp: Inves­tieren Sie die Steu­er­ersparnis in Ihre private oder betrieb­liche Alters­vor­sorge oder in eine Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rung. Ohne Aufwand und Verzicht kommen Sie so zu mehr Rente und besserer Vorsorge.

Auswir­kung auf Unter­nehmer und Unternehmen

Auch viele Unter­nehmer und Selb­stän­dige, die als Einzel­un­ter­nehmen oder als Perso­nen­ge­sell­schaft firmieren, müssen seit 2021 den Zuschlag nicht oder nur anteilig zahlen. Kapi­tal­ge­sell­schaften wie Gesell­schaften mit beschränkter Haftung und Akti­en­ge­sell­schaften erhalten keine Steu­er­ent­las­tung, da der Soli unver­än­dert in voller Höhe auf die Körper­schafts­steuer erhoben wird. Sofern die Gesell­schafter aber für das Unter­nehmen bspw. auch als Geschäfts­führer tätig sind, gilt für die Gehalts­zah­lung die allge­meine einkom­mens­ab­hän­gige Entlastungshöhe.

Auswir­kung auf Sparer

Auf Zins- und Divi­den­den­er­träge wird unver­än­dert der Soli auf die Abgel­tungs­steuer in vollem Umfang erhoben. Aller­dings halten wir zahl­reiche Möglich­keiten bereit, um attrak­tive Geld- und Kapi­tal­an­lagen auch mit steu­er­li­chen Vorteilen für den Anleger auszu­ge­stalten. Hierbei verschaffen wir unseren Kunden Zugang zu sicheren und flexi­blen Lösungen, die ganz indi­vi­duell nach den persön­li­chen Motiven zusam­men­ge­stellt sind. Doch ganz gleich, ob sie sicher oder chan­cen­rei­cher ausge­richtet sind, wir arbeiten grund­sätz­lich mit einer risi­ko­min­dernden Streuung.

Unser Tipp: Stellen Sie Ihre Geld­an­lagen auf den Prüf­stand. Profi­tieren Sie von unserer banken­un­ab­hän­gigen Bera­tungs­kom­pe­tenz und einem erst­klas­sigen Expertenteam.

Immo­bi­lien und Finan­zie­rung: Verbes­se­rungen für Immo­bi­li­en­käufer und Bauherren

Immo­bi­li­en­ei­gentum leistet einen wich­tigen und stabilen Beitrag zur Vermö­gens­bil­dung – das gilt für die eigenen vier Wände und für vermie­tete Wohnungen oder Häuser.

Makler­kosten werden hälftig geteilt

Die Reform der Makler­pro­vi­sion regelt seit dem 23.12.2020, dass ein Käufer einer privaten Immo­bilie nur noch maximal die Hälfte der Makler­kosten tragen muss, sofern der Makler auch durch den Verkäufer beauf­tragt ist. Bisher über­nahmen Käufer beim Haus- oder Wohnungs­er­werb die Makler­pro­vi­sion in der Regel vollständig.

Erhö­hung Wohnungsbauprämie

Die Prämie für Bauspar­ver­träge wird auf 10 % des eben­falls erhöhten maxi­malen Spar­vo­lu­mens in Höhe von 700 € für Ledige und 1.400 € für Verhei­ra­tete aufge­stockt. Die Einkom­mens­ober­grenzen des zu versteu­ernden Einkom­mens werden auf 35.000 € für Ledige und 70.000 € für Verhei­ra­tete erhöht. So kommt die höhere Förde­rung auch einer größeren Anzahl Berech­tigter zugute.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere attrak­tiven Baufi­nan­zie­rungs­an­ge­bote für die Reali­sie­rung Ihrer Immo­bi­li­en­in­ves­ti­tion – das gilt selbst­ver­ständ­lich auch für die Über­prü­fung und die dauer­hafte Ausrich­tung bereits laufender Finanzierungen.

Erhöhtes Vorsor­ge­för­der­vo­lumen in der Basis­rente und der betrieb­li­chen Altersversorgung 

Beiträge in eine Basis­rente und bspw. die Entgelt­um­wand­lung zugunsten einer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung (bAV) sind auch aufgrund der steu­er­li­chen Förde­rung hoch­at­traktiv. Das begüns­tigte steu­er­liche Förder­vo­lumen steigt hierbei erneut für 2021 an.

Basis­rente: Steu­er­lich absetz­barer Beitrag wurde erhöht

Im Jahr 2021 wirken 92 % (2020: 90 %) der aufge­wen­deten Beiträge als Sonder­aus­gaben steu­er­min­dernd. Von den maximal geför­derten Beiträgen in Höhe von 25.787 € können somit rund 23.724 € steu­er­lich abge­setzt werden. Für Verhei­ra­tete sind das maximal 47.448 € bei Beiträgen in Höhe von 51.574 €. Die Basis­rente wird dadurch immer attrak­tiver, insbe­son­dere für Selb­stän­dige und Spitzenverdiener.

bAV: Steu­er­ersparnis und Sozi­al­ab­ga­ben­frei­heit steigt

Der steu­er­freie Höchst­be­trag (8 % der Beitrags­be­mes­sungs­grenze, BBG) in der bAV (Direkt­ver­si­che­rung, Pensi­ons­kasse, Pensi­ons­fonds) steigt auf 568 € im Monat und der sozi­al­ab­ga­ben­freie Beitrags­an­teil (4 % der BBG) erhöht sich auf 284 € im Monat. Daneben profi­tieren Arbeit­nehmer bei Entgelt­um­wand­lungen regel­mäßig auch von Beitrags­zu­schüssen des Arbeit­ge­bers, die für Bestands­ver­träge spätes­tens im Laufe des Jahres 2021 verpflich­tend einzu­führen sind.

Sons­tige steu­er­liche Neuerungen

Wie jedes Jahr ergeben sich zahl­reiche Verän­de­rungen über das Jahres­steu­er­ge­setz. In diesem Jahr sind neben dem insge­samt wesent­li­chen Aspekt des Soli­da­ri­täts­zu­schlags viele Einzel­re­ge­lungen in Kraft getreten, von denen wir hier nur einzelne bedeut­same Beispiele aufgreifen.

Verlän­gerte Frist für Abgabe der Steu­er­erklä­rung durch Steu­er­be­rater und Steuerstundungen

Die Abga­be­frist für durch Steu­er­be­rater erstellte Steu­er­erklä­rungen 2019 wird bis zum 31.08.2021 verlän­gert. Außerdem werden nach der Mittei­lung des Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­riums auch Stun­dungs­mög­lich­keiten für durch die Corona-Krise unmit­telbar und nicht uner­heb­lich negativ wirt­schaft­lich Betrof­fene erwei­tert. Diese können bis zum 31.03.2021 einen Antrag auf Stun­dung längs­tens bis zum 30.06.2021 stellen.

Gesetz­liche Kran­ken­ver­si­che­rung wird teurer

In der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) steigt die Beitrags­be­mes­sungs­grenze von 56.250 € auf 58.050 €. Bis zu diesem Jahres­ein­kommen wird die Höhe des GKV-Beitrags berechnet. Der durch­schnitt­liche Zusatz­bei­trag zur GKV erhöht sich um 0,2 % auf 1,3 %. Für gut verdie­nende gesetz­lich Versi­cherte wird es also teurer. Der Wechsel von der gesetz­li­chen in die private Kran­ken­ver­si­che­rung ist 2021 ab einem Jahres­ein­kommen von mindes­tens 64.350 € (2020: 62.550 €) möglich.

Mehr Kinder­geld

Das Kinder­geld beträgt jetzt für das erste und zweite Kind 219 €, für das dritte Kind 225 € und ab dem vierten Kind 250 €. Ange­hoben wird auch der Kinder­zu­schlag, der Eltern mit kleinen Einkommen zusätz­lich zum Kinder­geld gezahlt wird. Er steigt auf maximal 205 € monat­lich pro Kind.

Erhöhte Sach­be­zugs­frei­grenze ab 2022

Der Gesetz­geber hat eine Erhö­hung des monat­li­chen Sach­be­zuges von 44 € auf 50 € im Monat beschlossen. Zusätz­liche Aufwen­dungen für Sach­be­züge durch den Arbeit­geber sind in diesem Umfang steuer- und sozi­al­ab­ga­ben­frei. Diese Rege­lung tritt ab dem 01.01.2022 in Kraft. Kunden nutzen die Sach­be­zugs­frei­grenze insbe­son­dere mit unter­neh­mens­ei­genen Sach­be­zugs­karten und mit der betrieb­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, deren Attrak­ti­vität somit ab 2022 weiter ansteigt.

Unser Tipp: Profi­tieren Sie in Ihrer Firma bereits von Sach­lohn­leis­tungen und einem Budget­tarif der betrieb­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung? Stellen Sie gerne den Kontakt zu uns her, wir beraten Ihren Arbeit­geber zu unseren Belegschaftsprogrammen.

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